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Rudens mityba: kaip rūpintis organizmu šaltuoju sezonu?

Herbsternährung: Wie du deinem Körper in der kalten Jahreszeit etwas Gutes tust?

Mit dem Herbst wird wieder häufiger über „Stärkung des Immunsystems“, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel gesprochen. Doch das tägliche Wohlbefinden und eine normal funktionierende Immunabwehr hängen nicht von einem einzigen Produkt oder Nährstoff ab.

Wichtig sind eine abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung und andere Lebensstilfaktoren. Darüber spricht die Ernährungs- und Gesundheitsexpertin Gretė Brokienė.

Der ganzheitliche Blick zählt

Auch wenn Ernährung ein wichtiger Teil des Alltags ist, betont G. Brokienė, dass man nicht nach der einen Lösung suchen sollte, die alle Gesundheitsfragen klärt.

„Ich sage immer: Es gibt kein Patentrezept. Es gibt kein einziges Mittel, das alle Krankheiten heilt und dich immer großartig fühlen lässt. Man muss das Ganze betrachten. Und auch wenn die Ernährung einen großen Einfluss auf unsere Immunabwehr hat, dürfen wir die anderen Zusammenhänge nicht vergessen. Schlafhygiene, Stressbewältigung und Bewegung sind mindestens genauso wichtig wie die richtige Ernährung, und auch Genetik, Veranlagung und die eigene Krankengeschichte spielen eine große Rolle. Es ist wie ein Puzzle, bei dem jedes Teil unsere Immunabwehr mitbeeinflusst“, erklärt die Ernährungsexpertin.

Die Expertin weist auch darauf hin, dass es sich lohnt, sich kontinuierlich um die eigene Gesundheit zu kümmern – nicht erst, wenn die kalte Jahreszeit beginnt.

„Der Ausdruck ‚Immunsystem stärken' ist momentan sehr angesagt, wird von Marketingleuten geliebt und ständig verwendet. Aber es ist wichtig zu verstehen: Man kann sein Immunsystem nicht an einem einzigen Tag stärken. So schnell passiert kein Wunder. Selbst bei meinen eigenen Klientinnen und Klienten beobachte ich diesen Trend, fast schon eine Gewohnheit: Im Herbst und Winter Vitamin D einnehmen, sich mit allerlei Nahrungsergänzungsmitteln eindecken und so das Immunsystem stärken wollen. Das ist der falsche Ansatz. Wir müssen unser Immunsystem nicht so sehr ‚stärken', sondern es vielmehr kontinuierlich pflegen und uns um unsere Gesundheit und unseren Körper kümmern. Und das ist, wie gesagt, ein komplexes Zusammenspiel aus Ernährung, gutem Schlaf und Bewegung“, so G. Brokienė.

Vitamin D: Wann lohnt sich ein Test?

In der kalten Jahreszeit rückt Vitamin D oft stärker in den Fokus. Müdigkeit, Schläfrigkeit oder häufigere Erkältungen sind allerdings keine ausreichend eindeutigen Anzeichen, um einen Vitamin-D-Mangel selbst zu diagnostizieren.

G. Brokienė erklärt, warum Vitamin D so wichtig ist:

„Häufigere Erkrankungen im Herbst hängen oft mit einem Vitamin-D-Mangel zusammen. In Litauen besteht das ganze Jahr über ein Mangel, der sich in der kalten Jahreszeit noch deutlich verstärkt. Dieses Vitamin hat einen sehr großen Einfluss auf den Zustand unseres Immunsystems. Natürlich spielt auch die Ernährung eine Rolle. Die meisten Menschen essen Gemüse, Obst und Beeren eher saisonal, solange sie frisch verfügbar sind, und vergessen sie dann im Herbst und Winter irgendwie“, bemerkt die Ernährungsexpertin.

Wichtig: Die im Interview geäußerten Meinungen der Expertin sind keine individuelle medizinische Beratung. Bei Fragen zum Vitamin-D-Spiegel, zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder einem möglichen Mangel lohnt sich ein Gespräch mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen medizinischen Fachkraft.

Vergiss Obst, Beeren und Gemüse nicht

Im Herbst und Winter muss deine Ernährung nicht weniger abwechslungsreich werden. Frische saisonale Produkte lassen sich gut mit tiefgekühltem Gemüse, Obst und Beeren kombinieren.

G. Brokienė empfiehlt, die saisonale Vielfalt zu nutzen:

„Schätzen wir, was Mutter Natur uns schenkt. Wir haben unsere wunderbaren litauischen Erdbeeren, Tomaten, die eine tolle Antioxidantienquelle sind. Waldbeeren oder Heidelbeeren, reich an Eisen. Gerade jetzt beginnt die Apfelsaison. Nutzen wir, was die Saison bietet, und denken wir daran, rechtzeitig etwas einzufrieren. Tiefgefrorenes Obst, Gemüse und Beeren verlieren weder an Wert noch an Nährstoffen. Fülle deinen Teller mit so vielen Farben wie möglich – jeden Tag sollte darauf ein kompletter Regenbogen zu finden sein“, rät G. Brokienė.

In der Praxis lohnt es sich, verschiedene Arten und Farben pflanzlicher Lebensmittel zu wählen, statt nach dem einen „Superfood“ zu suchen.

Welchen Platz haben Ballaststoffe in der Herbsternährung?

Gemüse, Obst und Beeren sind zugleich auch Ballaststoffquellen. Ballaststoffe findest du außerdem in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen.

Deshalb lohnt es sich auch in der kalten Jahreszeit, auf eine vielfältige pflanzliche Ernährung zu achten.

Am besten steigerst du deine Ballaststoffzufuhr schrittweise und trinkst dabei ausreichend Flüssigkeit.

Mehr über die Arten von Ballaststoffen, ihre Quellen und ihre Anwendung erfährst du in unserem Ballaststoff-Guide.

Wie passt du dich einem schnellen Lebenstempo an?

Die tägliche Ernährung muss nicht kompliziert sein. Du kannst ein paar Hauptgerichte im Voraus planen und zu Hause tiefgekühltes Gemüse und Beeren, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und andere schnell zubereitete Lebensmittel vorrätig haben.

G. Brokienė betont, dass es bei der Selbstfürsorge auch wichtig ist, das heutige Lebenstempo mitzudenken:

„Zu mir kommen meist Menschen aus der Stadt, die ständig unterwegs sind, hetzen, umgeben von Projekten, Arbeit, Familie, vielleicht Kindern. Das ist ein unglaublich dynamisches, schnelles Lebenstempo. Und ich ermutige die Menschen immer, die Tatsache zu akzeptieren, dass es nie wieder anders sein wird – ein anderes Lebenstempo werden wir nicht mehr erleben. Deshalb müssen wir lernen, uns mitten in diesem Druck und dieser Hektik um uns selbst zu kümmern, diese Dynamik zu zähmen und für uns nutzbar zu machen. Das ist unsere neue Mission: unseren Körper nicht zu vergessen, unsere emotionale Gesundheit nicht zu vergessen – und genauso unser Immunsystem“, rät G. Brokienė.

Was du dir vor allem merken solltest

Im Herbst musst du nicht nach dem einen Produkt oder Nahrungsergänzungsmittel suchen, das „das Immunsystem stärkt“. Viel sinnvoller ist es, dich fortlaufend um eine abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung und andere Alltagsgewohnheiten zu kümmern.

Gemüse, Obst, Beeren, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen helfen dir dabei, deine Ernährung auch in der kalten Jahreszeit vielfältig zu halten.

Bei Fragen zum Bedarf an Vitaminen oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere bei Verdacht auf einen Mangel, solltest du dich an die individuelle Empfehlung einer medizinischen Fachkraft halten.

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